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Vanille Blüte
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Vanille

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Auch gelbe Würze oder Suppengelb genannt.

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Vanilla planifolia

Vanilla

Vainilla

Vanille

Vaniglia

Der spanische Name "Vainilla" stammt wohl von
"vaina", übersetzt: Schwertscheide und bezieht
sich auf die Form der Vanilleschote.


Vanille war in Guatemala und dem östlichen Mexiko bereits vor der Ankunft der Spanier bekannt. Die Atzteken bezahlten ihre Steuern in Form von Vanilleschoten und stellten ein atztekisches Getränk namens "chocolati", bestehend aus Vanille, Kakaobohnen, Honig und Wasser her. Auch diente die Vanille der Parfümherstellung. Sie kam mit den spanischen Conquistadores unter Hernàn Cortez im 16. Jahrhundert aus Mexico mit nach Spanien und von dort aus ins übrige Europa.

Vanille gehört zur Familie der Orchideengewächse. Heute kultiviert man diese ursprünglich lianenartige Kletterorchidee hauptsächlich auf den Komoren, Indonesien und Madagaska. Die Pflanze wird an Spalieren bis zu zwei Metern hoch gezogen. Die gelbe Blüte existiert nur einen einzigen Tag und bildet nach ihrer Bestäubung eine grüne Fruchtkapsel, die Schote. Diese werden kurz vor der Reife geerntet. Dann werden die Schoten zum Schwitzen gebracht und bekommen durch das Trocknen in der Sonne ihre Farbe und ihr typisches, unverwechselbares Aroma.

Die sogenannte "echte" Vanille aus dem südlichen Mexiko hat einen intensiv, lieblichen Geruch und einen süß, würzigen Geschmack. Vanille aus der Reunion und Madagaskar, die Vanilla pompona, hat einen harmonischen und eher "dunklen" Geschmack, während Vanille aus Tahiti, Vanilla tahitiensis, einen zarten Vanilleduft mit einem eher blumigen Charakter besitzt.

Vanilleschoten

Verwendeter Teil ist die reife Frucht, bei uns als "Schote" bekannt - eigentlich handelt es sich jedoch um eine Kapselfrucht - dessen typisches Aroma in den Samen und in den die Samen umgebenden Ölen konzentriert ist. Aus der geöffneten Schote wird das Mark, zusammen mit den winzigen Samen herausgekratzt und findet in vielen süßen Speisen Verwendung: Kuchen, Kekse, süße Saucen und Speiseeis. Es gibt unzählige Getränke, die mit Vanille angereichert werden wie Kaffee, Kakao und natürlich Tee. Ebenso unentbehrlich in Marmeladen und süßen Suppen, bei denen Sie die Vanilleschoten mitkochen können, passen Vanillesaucen aber auch zu pikanten Kalbsfleisch- und Geflügelgerichten.

Da in fertigem Vanillezucker häufig das künstlich aromatisierte Vanillin verwendet wird, können Sie sich den Ihren auch ganz einfach selbst machen. Kratzen Sie die Vanilleschoten aus und vermischen es mit feinem Zucker. Das Ganze in einem gut verschlossenen Glas ein paar Tage stehen lassen. Noch intensiver wird der Geschmack, wenn Sie die restlichen Schoten auch noch ins Glas stecken.


Vanilla Planifolia

Die Heilkräfte von Vanille:

Die in einem aufwendigen Verarbeitungs-prozess gewonnenen Schoten enthalten, neben einem hohen Wassergehalt, Fette, Zucker und Vanillin. Sie sind ein wunderbares Gewürz, haben jedoch nach heutigen Erkenntnissen keine Heilwirkung, obgleich man ihr diese in alten Manuskripten zusagt. Durch ihren starken Duft kann die Vanille auf jeden Fall besänftigend und ausgleichend bei Ärger und Frustration wirken. Öle und Essenzen sowie Duftkerzen sind heute überall vorhanden.


Hexentipp:

Vanille verleihe die Kraft eines Gladiatoren, sie vertreibe Müdigkeit und Furcht und stärke das Herz ... so sagte man damals :-)