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Blühender Salbei






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Salbei

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Zum Salz
Auch Muskatellerkraut oder Zahnblatt genannt.

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Salvia officinalis

Sage

Salvia

Sauge

Salvia

Salbei leitet sich von den griechischen Worten "salvius",
"salvere" ab, was in etwa "gesund sein" bedeutet.


Salbei stammt aus dem Mittelmeerraum und ist bis über Kleinasien verbreitet. Schon die alten Römer haben ihn als besonderes Heilmittel geschätzt. Karl der Große ließ ihn anbauen und in den Klostergärten von St. Gallen wurde er gehegt und gepflegt. Aus dem 13. Jahrhundert stammt ein Vers, welcher besagt, daß Salbei die größten Chancen hätte, den Tod zu vertreiben. Er ist Sagen umwoben und galt lange als Wundermittel. Erst im Mittelalter hielt Salbei endlich Einzug in unsere Küchen.

Die Pflanze gehört zur Familie der Lippenblütler und wird bis zu einem Meter hoch. Es gibt hunderte von unterschiedlichen Salbeiarten, unter anderem Annanassalbei (salvia rutilans), Pfirsichsalbei (salvia greggii), Fruchtsalbei (salvia dorisiana) und Salvia Sclarea (Foto oben), der wegen seiner starken Muskatnote von der Parfümindustrie angebaut wird. Diese Salbeiarten stammen ebenso wie der Heilige Salbei (salvia divinorum) aus Mittelamerika.

Der gemeine Salbei, der auch in unseren Breiten wächst, ist ein mehrjähriger Halbstrauch, der an holzigen Trieben graugrüne, ovale und leicht behaarte Blätter entwickelt und im Frühsommer hellblaue bis zart lilafarbene Blüten trägt.

Salbei Verwendet werden vor allem die würzig-bitter schmeckenden Blät-ter. Sie ähneln Kampfer ein wenig und duften kräftig-aromatisch. Es gibt sie frisch, getrocknet und auch tiefgefroren. Im Gegensatz zu den meisten Kräutern entwickeln sie durchs Trocknen verstärkt ihr Aroma, sind also getrocknet durchaus empfehlenswert.

Natürlich ist Salbei zu den unterschiedlichsten Gerichten zu verwenden, besonders gut paßt er jedoch in die leichte, medi-terrane Küche. Ob schlicht mit zerlassener Butter oder in einer edelen Weißwein-Lemonensoße, kann er ein wunderbarer, inten-siver Geschmacksträger sein. Am bekanntesten ist wohl die italienischen Spezialität Saltimbocca, Kalbsschnitzel mit Salbei und Parmaschinken.

Ausgesprochen lecker, als Beilage zu Fisch oder hellem Fleisch sind auch »Salbei-Beignets«!

Die Heilkräfte von Salbei:

Salbei wirkt entzündungshemmend, schmerzstillend und schweisshemmend. Letzteres macht Salbeitee in den Sommermonaten zu einem angenehmen Begleiter mit nützlichen Nebenwirkungen. Auch gegen Zahnfleischentzündungen und für die hygienische Mundspülung eignet er sich Dank der entzündungs-hemmenden Wirkung sehr gut. Er wirkt beruhigend für den Magen und kann leichte grippale Infekte im Keim ersticken. Außerdem ist Salbei milchhemmend, was ihn zu einem sinnvollen Mittel während des Abstillens macht. Achtung! Da Salbei blutdrucksenkend wirkt, sollten Menschen mit niedrigem Blutdruck auf den Genuß verzichten.

Hexentipp:

"Wüchse ein Kreutlein gegen den thodt, es wer für war die salb ohn spot", was soviel heißen sollte das Salbeikraut die besten Chancen hätte gegen den Tod anzukämpfen ... 13.Jahrhundert