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Muskatzweig






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Muskat

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Man unterscheidet zwischen der Muskatnuss und ihrer
Schale, welche Macis oder Macisblüte genannt wird


Lateinisch:

Englisch:

Spanisch:

Französisch:

Italienisch:
Myritica fragrans

Nutmeg

Moscada, Nuez moscada

Noix de muscade

Noce moscata


Die Muskatnuss ist der Kern einer aprikosenähnlichen Frucht des immergrünen, in Freiheit etwa 30 m hoch werdenden Muskatnussbaumes, welcher zur Kultivierung auf ca. 15 Meter Höhe gehalten wird. Das Zuhause dieser Pflanze ist ursprünglich auf den Molukken und den Banda-Inseln, die im Osten Indonesiens liegen. Der Muskatnussbaum wird durchschnittlich etwa 100 Jahre alt.

Arabische Gewürzhändler brachten die Muskatnüsse und Blüten im 6. Jahrhundert mit Karawanen nach Alexandria, im 10. Jahrhundert kam sie dann nach Europa, jedoch erst im 16. Jahrhundert, als die Portugiesen den indischen Gewürzmarkt mit ihren großen Segelflotten erschlossen, wurde das Gewürz auch bei uns wirklich bekannt.

Muskatfrucht Im Mittelalter wurden viele Getränke damit gewürzt, Bier, aber auch der germanische Met enthielten einen Hauch von Muskat. Auch gab es viele Gewürzweine, deren Basis häufig dieses sehr begehrte Muskataroma war.

Im 18. Jahrhundert sollen die Menschen mit ihrer eigenen Muskat-nuss und schmucken, silbernen oder hölzernen Reiben unterwegs gewesen sein, um nach Bedarf zu würzen.

Die Muskatnuss gehörte zu jenen hart umkämpften Gewürzen, deren Handel den Portugiesen von den Holländern abgenommen wurde, um dann, nach dem verlorenen Krieg der Holländer, an die Engländer überzugehen.

Inzwischen wird Muskat vielerorts angebaut (z.B. in Brasilien, Madagaskar, Sri Lanka und Malaysia), vor allem tropisches Seeklima bekommt diesem Baum gut, jedoch gelten der indonesische und der westindische Muskat immer noch als jene, mit der höchsten Qualität.

Muskat wird seiner eigenen Pflanzenfamilie zugeordnet, den Muskatnuss- Gewächsen, lateinisch Myristiceae. Aber nicht nur die Nuss, die eigentlich der Kern ist, wird zur Würzung verwendet, sondern auch die Muskatblüte, Macis, bei der es sich um die faserige Schale der Nuss handelt, wird als Gewürz genutzt.
Muskatnuss mit MacisBeides, Macis und Nuss, haben einen aromatischen, harzigen und leicht bitteren Geschmack. Die "Blüte" ist etwas feiner und milder.

Nach der Ernte der Pflanzen werden die von Macis um-mantelten Nüsse getrocknet und in ihrer Qualität bestimmt, um dann in die unterschiedlichen Preisklassen aufgeteilt zu werden. Muskat gehörte schon immer zu den teuersten Gewürzen der Welt, wobei Macis den höheren Wert hat.

Muskat wird in Asien wenig verwendet, man findet es, wenn überhaupt, in der mongolischen Küche. Die Araber würzten schon lange ihr Lammfleisch damit. Nur in Europa, und vor allem bei den Holländern, kommt Muskat als Gewürz sehr viel zum Einsatz. Wie bei den meisten Gewürzen sollte es, vor der Verwendung, frisch gerieben werden. Es verträgt sich ausgezeichnet mit überbackenem Käse oder zu Käsefondue. Aber Muskat ist auch ein klassisches Weihnachtsgewürz für Gebäck, Christstollen und Lebkuchen. In Frankreich ist Muskat in der beliebten Gewürzmischung »Quatre-Épices« enthalten, mit der Fleischgerichte, Ragouts und Pasteten bereichert werden. Die Italiener lieben Muskat zu Gemüse-zubereitungen. Ketchup ist mit Muskat gewürzt. Und eine spanische Sangria ist ohne Macis undenkbar. Macis

Die Heilwirkung von Muskat:

Hauptsächlich im asiatischen Raum wird Muskat als Heilmittel verwendet. Er hilft bei starken Schmerzen, wie Rheuma und Muskelschmerzen. Häufig werden die Substanzen für Salben und Cremes verwendet. Die ätherischen Öle wirken dank des Aromas nervenberuhigend und stimmungserhellend zugleich. In der Duftlampe verwendet, regt das Muskataroma die Tätigkeit des Gehirns an und soll die Intensität von Träumen erhöhen. Muskat hilft bei Erkältungen, wirkt entzündungshemmend, antibiotisch und schleimlösend. Das Gewürz kann außerdem gegen Übelkeit, Schwindel, Durchfall, Ruhr und Blähungen helfen. Lange Zeit wurde Muskat als Aphrodisiakum verwendet, diese Wirkung ist jedoch eher zu bezweifeln. Muskat Achtung! Muskat gehört zu den sogenannten Gewürzdrogen. In größeren Mengen zu sich genommen (ab 4g), verursacht Muskat starke Müdigkeit, Halluzinationen und Euphorie, es kann zu Fehl- und Frühgeburten kommen. Die Wirkung von Alkohol wird durch Muskat erhöht. Eine Überdosierung kann tödlich wirken.

Hexentipp:

Etwas frisch geriebene Muskatnuss in die Gesichtscreme gerührt, fördert die Durchblutung und macht eine schöne und samtweiche Haut.
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