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Liebstöckel
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Liebstöckel

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Zu den Limetten
Auch Maggikraut genannt, ist jedoch kein
Bestandteil von Maggi.


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Italienisch:
Levisticum officinale

Love Parsley, Lovage

Ligústico, Apio de montana

Livèche, Ache de montagne

Levistic

Liebstöckel stammt vermutlich aus dem alten Persien. Zu uns kam er dann, um das 14. Jahrhundert, aus dem Mittelmeerraum. Erst wurde er in den Klostergärten angepflanzt. Wie den meisten stärker riechenden Pflanzen in der Vergangenheit, wurden auch dem Liebstöckel Zauberkräfte zugestanden; so aromatisierten die deutschen Mädchen angeblich ihr Badewasser, um junge Männer zu becircen.

Die Pflanze gehört zur Familie der Doldenblütler, der Apiaceae und kann bis zu 2 m hoch werden. Blätter und Aroma ähneln jenen des Sellerie, und wenn im Sommer die großen, gelben Dolden blühen, so verströmt Liebstöckel intensiv seinen charakteristischen Geruch.

Bei uns ist Liebstöckel wegen seines Geschmack nur bedingt beliebt, rund ums Mittelmeer wird er jedoch sehr viel eingesetzt. Es werden seine jungen Blätter, die Samen und die Wurzeln verwendet. Da er, um das Aroma etwas zu mildern, sowieso mitgekocht werden sollte, lassen sich auch gut getrocknete Blätter nutzen. Wegen dieses intensiven, bitteren Aromas, welches in Überdosierung sehr aufdringlich wirken kann, reichen ein bis zwei der Blätter gänzlich für ein komplettes Mahl.

Haupteinsatzgebiet ist wohl die klassische Gemüsesuppe oder der Eintopf, bei denen ein paar Liebstöckel Blättchen oder ein Teil der Wurzel, etwa 20 Minuten lang mitgekocht, dann jedoch vor dem Servieren aus der Speise entfernt werden. Er findet generell seinen Platz in der etwas deftigeren "Hausmannskost", ob zu Linsen oder zu Bratengerichten.

In Italien wird Liebstöckel gerne zusammen mit anderen Gewürzen, z.B. Oregano, in Tomatensaucen und Tomatengerichten verwendet.

Wenn Ihnen nach der schwerer Kost nun nach Liebstöckel ist, so empfehlen wir einen kleinen Digestiv zur Verdauung:

Die Heilkräfte von Liebstöckel:

Natürlich sind's jene ätherischen Öle, welche das Aroma des Liebstöckels so intensiv machen, die ihm auch seine Berechtigung unter den Heilkräutern geben. Auch ohne Zusatz von Alkohol ist er verdauungsfördernd, außerdem appetitanregend, harntreibend, er reguliert die Menstruation und soll als Tee wirkungsvoll gegen Migräne eingesetzt werden können. Der Wurzel wird eine Heilwirkung bei Gicht und Rheuma zugeschrieben.

Wir empfehlen ihn als Heilkraut jedoch nicht, auch wenn er wirklich reich an Mineralien ist, da er in zu vielen Fällen mehr Schaden, als Nutzen bringen kann.

Nicht mal als Gewürz verwendet werden soll er bei Nierenentzündungen, bei Herzschwäche, während der Schwangerschaft und sowieso nicht über einen längeren Zeitraum. Außerdem gibt es viele Menschen, welche auf seine Ingredienzen allergisch reagieren!

Hexentipp:

Hexe Eins meint, er sei den Liebenden dienlich und führe sie zusammen. Hexe Zwei wiederum kennt die Variante, daß so manch einer durch einen Liebstöckelzweig in die Flucht geschlagen wurde .....