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Dill
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Dill

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Auch Gurken- oder Hexenkraut genannt

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Anethum graveolens

Dillseeds (Früchte), Dillweed (Kraut)

Eneldo, Hinojo hediondo

Aneth odorant, Fenouil batard

Aneto

Der Name "Dill" könnte von dem nordischen Wort "dilla"
abgeleitet sein, das "beruhigen, besänftigen" bedeutet
und auf die heilende Wirkung hinweist.


Die ursprüngliche Heimat des Dill ist Südeuropa. Jedoch schon im alten Ägypten war er bekannt. Die Römer, für ihre ausgedehnten Festmähler bekannt, würzten ihr Fleisch mit Dill, während die Griechen der damaligen Zeit schon seine beruhigende Heilwirkung schätzten. Heute ist Dill in Europa, vor allem in Nordeuropa, weitverbreitet und findet sowohl hier als auch in der indischen und asiatischen Küche unzählige Verwendungsmöglichkeiten. Die Pflanze gehört zur Familie der Apiaceae, der Doldenblütler und kann bis zu 120 cm hoch werden. Sie hat leuchtend gelbe, in Dolden wachsende Blüten.

Wie bei einer Reihe anderer Gewürze, so wird auch der Dill entweder als frisches Kraut verwendet oder seine Samen werden getrocknet. Für Dill gilt, wie für die meisten anderen Gewürze auch, das Pulver verliert schnell an Geschmack und sollte somit möglichst frisch im Mörser zerstampft werden.
Dillsamen schmecken mild-aromatisch und ein wenig nach Kümmel. Das Kraut, es verliert beim Trocknen sehr schnell sein Aroma, harmoniert mit wenigen anderen Gewürzen. Lediglich zu Zwiebeln, Senfkörnern, Knoblauch und Petersilie könnte man es einsetzen.

Die asiatische Dillsorte, "Anetha Sowa", sie wird in Indien angebaut, ist etwas unterschiedlich zur europäischen Pflanze; ihre Früchte sind größer, aber weit weniger geschmacksintensiv. Sie sollten bei original asiatischen Gerichten also darauf achten, die angegebenen Mengen zu reduzieren.

Dill paßt sowohl zu hellem Fleisch, wie Kalb und Geflügel, aber auch zu Fisch. Gerade im Norden Europas findet man viele Zubereitungen mit diesem Kraut für Matjes, Forelle und Meerestiere, wie Krebs, Hummer und Krabben. Er ist vielerorts wesentlicher Bestandteil von hellen Soßen, Mayonnaisen, Remouladen und natürlich Kräuteressig. Und aus dem Gurkensalat ist der Dill sowieso nicht mehr weg zu denken.

Die Heilkräfte von Dill:

Die ätherischen Öle von Dillsamen wirken beruhigend und verdauungsfördernd, sie helfen gegen Appetitlosigkeit und bei Magenschmerzen. Dill beugt Infektionen vor und stärkt das Immunsystem, des Weiteren sorgt er für das Gleichgewicht des Wasserhaushalts im Körper. Bei stillenden Müttern regt Dillkraut den Milchfluss an und soll bei Kleinkindern krampfartige Bauchschmerzen beseitigen.

Hexentipp:

Pah ... die im Mittelalter wieder: ein Sträußchen Dill über der Tür solle vor Hexen und Zauberern schützen. Als wäre das nötig .... *grmpf*

Eine andere alte "Weisheit" empfiehlt der Dame mit etwas herrischen "Gelüsten", vor dem Gang zum Traualtar etwas Dill und Senfkörner in die Brautschuhe zu legen und leise vor sich hin zu flüstern, "Ich habe Senf und Dill, mein Mann muß tun, was ich will" ... na, ob das klappt ???